Unsere Tipps, um Unfälle im Haushalt zu vermeiden

Unsere Tipps, um Unfälle im Haushalt zu vermeiden

Das Risiko, zu Hause einen schweren Unfall zu erleiden, ist viel höher als auf der Strasse. Die meisten Unfälle im eigenen Heim könnten durch einfache Sicherheitsmassnahmen vermieden werden. Kleinkinder und ältere Menschen sind im Allgemeinen am stärksten gefährdet. Machen Sie Ihr Zuhause sicher, indem Sie unsere Tipps befolgen – Vorbeugen ist besser als heilen!

 

Tipp 1: Stürze verhindern

Kinder sind äusserst neugierig und, lieben es, das Haus zu erkunden. Leider steckt dieses voller Gefahren und in den eigenen vier Wänden sind Stürze die häufigste Unfallursache. Ältere Menschen und Kinder sind am meisten sturzgefährdet. Um Stürze zu vermeiden, ist es wichtig, alle potenziell gefährlichen Stellen wie Treppen, Kinderbetten und Fenster zu sichern.

Sie können zum Beispiel Handläufe an der Treppe anbringen und Gleitschutzstreifen hinzufügen. Für die Kleinen können Sie die Treppe auch mit einem Sicherheitstürchen versehen. Vergessen Sie nicht, rutschfeste Bodenbeläge oder Matten in Dusche und Badewanne zu legen. Wenn Sie eine Haushaltsleiter brauchen, ist es besser eine zu verwenden, die mit Haltebügeln ausgestattet ist. Oft tragen wir anstatt Hausschuhen nur Socken und gehen das Risiko ein, auszurutschen. Wenn die ganze Wohnung gesichert ist, machen Sie am besten mit Ihrem Kind eine Tour durch die Wohnung, um ihm alle Gefahren zu zeigen und zu erklären. Auch wenn Ihr Kind sich der Gefahren nicht bewusst ist, kann es sie verstehen.

Bei den Senioren müssen Sie zuerst herausfinden, was einen Sturz verursachen könnte. Vergessen Sie nicht, mögliche motorische Probleme, Medikamente, gesundheitliche Probleme usw. in Betracht zu ziehen. Leider sind Stürze unter Senioren häufig und können langfristige Folgen haben.

 

Tipp 2: Verbrennungen vermeiden

Die Küche ist der gefährlichste Raum Ihrer Wohnung. Die Grundregel lautet, dass ein Kind nie unbeaufsichtigt in der Küche gelassen werden sollte. Verbrennungen dritten Grades passieren schnell. Die häufigsten Verbrennungen sind in der Regel auf folgende Ursachen zurückzuführen:

  • Kochplatten, die nach Gebrauch lange heiss bleiben
  • Töpfe, bei denen der Griff nicht nach hinten gedreht ist
  • Nicht isolierte Ofentür, heisse Backbleche
  • Ausrutschen mit einem Topf kochendem Wasser in den Händen
  • Verbrennung von Dampf beim Öffnen von Dampfdrucktöpfen
  • Wasser, das mit heissem Fett in Kontakt kommt und in die Höhe spritzt
  • Bügeleisen, die in der Reichweite von Kindern sind

 

In einer Wohnung kann es andere Orte geben, die Unfallquellen sein können, wie z.B. der Ofen oder der Schornstein. Denken Sie daran, eine Schutzbarriere aufzustellen.

 

Tipp 3: Vergiftung und Ersticken verhindern

Vergessen Sie nicht, dass Kinder alles in den Mund nehmen. Achten Sie darauf, dass alle giftigen Produkte ausser Reichweite bleiben. Bewahren Sie diese wenn möglich in hohen Wandschränken auf, wo sie das Kind nicht erreichen kann. Verschliessen Sie alle Medikamente sicher vor Kinderhänden, da sie diese einnehmen könnten. Es gibt Schliesssysteme für Schränke, um sie Kinder unzugänglich zu machen.

 

Was die älteren Menschen betrifft, so sind sie oft Opfer von Erstickungen oder Rauchvergiftungen, wenn Sie z.B. vergessen, den Gasherd oder das Bügeleisen auszuschalten. Wertere Vergiftungen kommen oft aufgrund einer falschen Dosierung eines Medikaments vor. Es ist empfehlenswert, für Senioren kleine Schachteln mit der korrekten Dosis der Medikamente für die ganze Woche vorzubereiten.

 

Wenn ätzende Produkte verwendet werden, vergessen Sie nicht, Atemschutz und Handschuhe zu tragen.

 

Tipp 4: Durch Wasser verursachte Unfälle vermeiden

Ein Kind kann in nur ein paar Zentimeter Wasser ertrinken. Bei der Hälfte dieser Unfälle handelt es sich um Kinder unter 6 Jahren. Sobald es Wasser hat, sei es zum Schwimmen oder Baden, müssen Sie Ihr Kind jederzeit beaufsichtigen. Leider kann schon ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit tödlich sein. Lassen Sie Ihr Kind also niemals allein im Wasser!

 

Auch bei Gleitschutzmatten, Handläufen in Dusche oder Toilette, Badewannensitzen, Schutzabsperrungen und Schwimmhilfen ist Ihre Aufsicht unerlässlich, um Unfälle zu vermeiden. Sicherheitssysteme und -elemente garantieren keine absolute Sicherheit.

 

Tipp 5: Schnittverletzungen vorbeugen

Schnittverletzungen kommen sehr häufig vor und sind die zweithäufigste Unfallursache nach den Stürzen. So können sie vermeiden werden:

  • Lassen Sie keine scharfen Gegenstände in der Küche herumliegen und bewahren Sie Messer in Messerblocks an einem für Kinder unzugänglichen Ort auf.
  • Schneiden nur auf rutschfesten Unterlagen
  • Stellen Sie Messer und Gabeln mit der Spitze nach unten in den Geschirrspüler
  • Allesschneider nur mit dem Resthalter verwenden

 

Tipp 6: Stromschläge vermeiden

In der Küche und im Bad können Elektrogeräte mit Wasser in Berührung kommen. Es ist daher äusserst wichtig, vorbeugende Schutzmassnahmen zu ergreifen, da diese unheilvolle Kombination fatale Folgen haben könnte:

  • Alle Elektrogeräte ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren
  • Immer Netzstecker ausziehen, wenn Sie ein Gerät nicht benutzen
  • Elektrische Geräte nur mit trockenen Händen benutzen
  • Defekte Geräte von einem Fachmann reparieren lassen

 

Tipp 7: Erste Hilfe Gesten lernen

Lernen Sie lebensrettende Gesten! Im Falle eines Unfalls kann es entscheidend sein, Erste Hilfe leisten zu können, während man den Krankenwagen wartet. Wer schnell reagiert, Hilfe herbeiruft und erste Hilfe leistet, kann Leben retten.

 

Kurz gesagt, um Unfälle im Haushalt zu verhindern, müssen Sie Ihr Zuhause anpassen und Sicherheitszubehör installieren. Leider können Unfälle trotz aller Vorsichtsmassnahmen nicht komplett ausgeschlossen werden. Aufmerksamkeit und Prävention sind Ihre besten Verbündeten.

 

Die wichtigsten Nummern im Notfall:

Polizei-Notruf                 117/112

Feuerwehr-Notruf          118

Sanitäts-Notruf              144

Vergiftungen                  145

Links: Sicherheitstipp der BFU 

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